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Die KEF hat bekanntgegeben, dass die Sender nur eine Erhöhung von 1,4% jährlich bei den Rundfunkgebühren erhalten sollen. Damit zieht die KEF die Notbremse und zeigt den Sendern, dass es mit der zügellosen Verschwendung von Gebühren vorbei ist. Wer sich teuere Fußballrechte und Spielfilme leisten kann, wer aufwändige PR-Veranstaltungen durchführt, muss selbst sehen wie er den Wasserkopf finanziert. Es darf nicht Aufgabe des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sein, quotenorientiert zu planen und das Geld zu verschwenden.
Die Grundlage für das Erheben der Gebühren ist die Grundversorgung. Dazu gehört aber weder James Bond, noch Bundesliga. Alle Bereiche, die vom Privatfernsehen abgedeckt werden, sollten auch von diesem ausgestrahlt werden. Politische Information, Randgruppen, kulturell wertvolle Sendungen und Weiterbildung können durch Werbeeinnahmen nicht finanziert werden und werden daher von den Privatsendern vernachlässigt. Genau an dieser Stelle beginnt der Versorgungsauftrag der öffentlich-rechtlichen Anstalten. Kein Bundesligaspiel und kein Robbie-Williams-Konzert ginge dabei dem Zuschauer verloren. Die Privaten stehen zur Übernahme dieses Angebotes bereit.
Würde man den Versorgungsauftrag ernst nehmen, so würden nur die Topstars aus allen Bereichen leiden, da die sinkende Nachfrage zu vernünftigeren Preisen führen würden. Besonders die Produzenten anspruchsvoller Produkte und die Journalisten würden davon profitieren. Es ist nicht zu verstehen, warum gerade aus den Reihen von DJV und ver.di noch Unterstützung für die Rufe nach mehr Geld kommen. Zusätzliche Millionen fliessen doch nicht in die Redaktionen der Sender, sondern nur in noch mehr Kommerz.
Die Anstalten sollten sich über den KEF-Vorschlag freuen, da er immerhin noch die Inflation ausgleicht. Hätte die KEF den wirklichen Finanzbedarf ermittelt, so wäre eine dramatische Gebührensenkung die Folge.
Klaus D. Minhardt 
Letzte Änderung: 10:57 11/08 2005
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