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Geht es Ihnen auch so: Nach dem Urlaub stehen Sie da mit Hunderten von Bildern und wissen gar nicht, wie Sie die am besten sortieren sollen? Kopf hoch! Mit den beiden Informations-Standards Exif und IPTC können Sie Ihren Bildern Informationen entlocken beziehungsweise sie damit versehen.
Und die erleichtern Ihnen die Archivierung enorm. Beispielsweise stehen im Exif-Header eines JPG-Bildes für gewöhnlich Infos über dessen Aufnahmedatum und die Belichtung. Ersteres hilft Ihnen schon mal beim zeitlichen Einordnen der Bilder. Noch mehr bringt Ihnen jedoch IPTC - auch wenn Sie hier selbst tätig werden müssen. Doch was sind Exif und IPTC überhaupt? 1. Der Exif-Standard: Das steckt dahinter
Exif steht für Exchangeable Image File und bezeichnet einen Standard zum Speichern von Aufnahmeinformationen bei Bilddateien. Diesen Standard unterstützen mittlerweile fast alle Digitalkameras. Aktuell ist derzeit die Exif-Version 2.2, welche im April 2002 vom japanischen Entwicklerkonsortium JEITA (Japan Electronics & Information Technology Association) verabschiedet wurde. Exif wiederum ist ein Teil des DCF-Standards (Design Rule for Camera File System), der die Zusammenarbeit von Geräten aus dem Bereich der Bildbearbeitung - also etwa Digitalkamera und Drucker - gewährleistet.
Die DCF-Spezifikation schreibt beispielsweise vor, dass jede Bilddatei eine 160 x 120 Pixel große JPG-Miniaturansicht beinhaltet und dass die letzten vier Zeichen des acht Zeichen langen Dateinamens eine Zahl von 0001 bis 9999 sein müssen. Außerdem müssen die einzelnen Bilder in einem Ordner abgelegt werden, dessen Bezeichnung maximal acht Zeichen lang und von 100 bis 999 durchnumeriert ist. Diese Ordner müssen ihrerseits in einem Hauptordner mit der Bezeichnung "DCIM" liegen. 2. Exif: Die technische Seite
Als Exif-Header bezeichnet man die Metadaten (Tags), die am Anfang einer Bilddatei stehen - noch vor den eigentlichen Bildinformationen. Sie enthalten neben allgemeinen Informationen zur Kamera die Aufnahmeparameter, mit denen Sie das Bild gemacht haben, also beispielsweise die Belichtungszeit, Blende, Brennweite etc. Exif-Header kommen nur bei JPG- und TIF-Dateien vor. Welche Metadaten der Exif-Header konkret enthält, ist von Kamera zu Kamera verschieden.
Der Exif-Header besteht aus Hexadezimal-Code, den Sie mit einem Editor wie Hack ansehen und auch bearbeiten können. Allerdings erkennen Sie damit auf den ersten Blick nur den Namen der Kamera und vielleicht noch die Firmware-Version. Alle anderen Tags sind unverständliche Sonderzeichen, die Sie nur mit viel Zeit und Recherchearbeit entschlüsseln können. Hilfe bekommen Sie dabei etwa von Tsuruzoh Tachibanaya, einem japanischen Techniker, der den Aufbau des Exif-Headers samt Positionierung der einzelnen Tags sehr ausführlich beschrieben hat.
Um Exif-Infos verständlich darzustellen, sprich zu lesen, brauchen Sie ein Programm wie Exifer oder ACD See 7 . Doch auch Win XP kann einige der Exif-Tags wiedergeben. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf ein Bild, und wählen Sie "Eigenschaften" und danach den Reiter "Dateiinfo" sowie den Button "Erweitert". Allerdings bietet Win XP nicht annähernd so viele Exif-Infos wie Exifer oder ACD See 7 .
http://www.iptc.org/pages/index.php
http://www.naa.org/ 3. IPTC - Eine "Erweiterung" von Exif
Neben dem Exif-Standard ist in der Digitalfotografie noch ein zweiter Standard zum Speichern von Bildinformationen verbreitet: der IPTC-NAA-Standard, kurz IPTC. Das Akronym steht für International Press Telecommunications Council beziehungsweise Newspaper Association of America (NAA) und bezeichnet die beiden Organisationen, die für den Standard verantwortlich sind. Im IPTC-Header lassen sich, wie bei Exif, Bildinformationen speichern - nur, dass Sie dies alles selbst tun können.
Und auch der Aufbau ist ähnlich wie Exif: IPTC besteht aus mehreren vorgegebenen Feldern - etwa zur Beschreibung des Bildinhalts, für Schlüsselwörter beziehungsweise Suchbegriffe, für den Name des Fotografen, das Copyright und den Aufnahmeort etc. Diese Felder können Sie ganz nach Wunsch ausfüllen. Sie benötigen dazu lediglich eine Software wie Irfan View samt dem dazugehörigen Plugin oder Xnview .
http://perso.wanadoo.fr/pierre.g/xnview/de_download.html 4. IPTC- So verwenden Sie die Daten
Während Ihnen die Exif-Daten Hinweise auf die Belichtung eines Bildes geben und so eventuelle Fehler aufzeigen, geht IPTC in eine völlig andere Richtung. Im IPTC-Header können Sie nämlich Informationen zu einem Bild festhalten. Wenn Sie also beispielsweise in Ihrem Italien-Urlaub fleißig mit der Digitalkamera zugange waren, können Sie bei jedem Bild "dazuschreiben", wo es gemacht wurde, wer darauf zu sehen ist und wie viel Wein Sie zu dem Zeitpunkt schon intus hatten. Eben alles, was Ihnen zu einem Bild wichtig erscheint. Dazu müssen Sie lediglich den entsprechende Menüpunkt in Irfan View oder Xnview wählen und die Felder ausfüllen. Nach dem Abspeichern sind die Infos dann fest mit dem Bild verankert.
Und was bringt Ihnen all das? Recht viel. Wenn Sie beispielsweise Ihre Aufnahmen mit Suchbegriffen versehen, können Sie später anhand der Schlagwörter bestimmte Bilder schnell wieder finden. Auch tun Sie sich leichter, Ihre gesammelten Fotoschätze zu archivieren, wenn Sie sie etwa nach den Kategorien "Urlaub", "Party" oder "Familie" unterteilen. Viele Bildagenturen nutzen die IPTC-Daten für ihre Archive. 
Letzte Änderung: 15:16 15/08 2005
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