In der aufbrechenden Zeit der fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts wollte man zur Weltausstellung 1958 den Zeitgeist einfangen. In dem 165 Millionen Mal vergrößerten Modell eines Eisenatoms mit - damals blinkender - Blechummantelung ist dies mehr als eindrucksvoll gelungen. Nur wenn man darunter steht und zu den statisch unmöglich erscheinenden Kugeln mit je 18 Metern Durchmesser aufschaut, wird einem die Technikeuphorie der Zeit so richtig bewusst. Eine Ausstellung, die noch bis zum Sommer 2002 in den Kugeln zu sehen ist, fängt die Stimmung der Nierentische, Cola-Automaten und des Fortschrittsglaubens auf charmante Art ein.