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Filesharing ganz privat

Nachdem Kazaa und eDonkey durch die Strafverfolgungsbeörden in vielen Ländern ständig auf illegale Angebote durchsucht werden, hat sich in den letzten Monaten die Hälfte der Nutzer von diesen Plattformen verabschiedet. Ein Teil davon verabschiedeten sich unter Zwang, da sie sich eienm Strafverfahren gegenüber sahen. Besonders gefährlich an diesen Filesharing-System ist der freie und öffenliche Zugang zu den Angeboten.

 

Sehr privat geht es dagegen bei Foldershare.com zu. Foldershare nutzt die Vorteile von Peer2Peer-Netzwerken und kombiniert sie mit denen von FTP-Servern. Während bei FTP-Servern die Verfügbarkeit von Informationen immer an der Verfügbarkeit eines bestimmten Servers hängt, verteilt sich bei Foldershare das Angebot auf viele Server. Dabei hat jeder Teilnehmer für jeden Ordner individuelle Rechte. Gerade in kleinen Firmen und im Homebereich kommen immer häufiger Router zum Einsatz. Das behindert die Installation von Lösungen wie FTP-Server oder eDonkey, da externe Rechner oft nicht zum internen Server geroutet werden können. Teilweise scheitern die Anwender auch an der Konfiguration. Bereits bei der Dateiübertragung mit ICQ, MSN oder AIM bleiben die gewünschten Dateien oft am Router hängen.

 

Firewalls, Filter und Router sind kein echtes Problem

Gerade in Firmennetzen, Schulen und Internetcafes werden die Netze meist sehr stark überwacht und die nutzbaren Ports sind begrenzt. Die Nutzung von Peer-2-Peer Netzwerken soll genauso verhindert werden, wie das Chaten mit ICQ oder das Übertragen von Dateien per FTP. Foldershare prüft die verfügbaren Ports und weicht im Notfall auf den Port 80 aus, der in allen Netzen offen ist, da dieser ja zum Laden von Webseiten benötigt wird. Bei Port 80 wird auch kein Administrator aufmerksam. Zusätzlich werden die Dateien bei der Übertragung komprimiert und verschlüsselt. Ein Mitlesen ist praktisch ausgeschlossen.

 

Struktur und Management unentbehrlich

Ein System mit automatischer Replikation bringt einige Risiken mit sich und erfordert ein straffe Organisation. So ist die Vergabe von Editor oder Senior Editor Rechten an alle Teilnehmer nur in Ausnahmefällen sinnvoll. Diese Rechtegruppen dürfen Dateien löschen. Wird eine Datei gelöscht, so wird sie auf allen verbundenen Rechnern gelöscht. Da dies meist gar nicht erwünscht ist, sollte man die Mehrheit der Teilnehmer auf Contributor stellen. Dies erlaubt das Hinzufügen von Dateien und das Abgleichen des Inhalts. Für das Löschen sollte nur eine Person verantwortlich sein. Würde jetzt ein Contributor ein File löschen, so fängt sein Rechner sofort wieder an die Datei erneut zu saugen. Contributor sollte nur werden, wer über die Folgen unkontrollierten Einstellens von Dateien informiert wurde. Werden die Dateien unsortiert hinzugefügt, so weiß bald niemand mehr, wer was eingefügt hat. Dummy-User sollten auf Reader gesetzt werden. Neben diesen öffentlichen Ordnern kann jeder Mitarbeiter private Ordner anlegen und seine persönlichen Dokumente bestimmten Kollegen zugänglich machen. Diese privaten Ordner erfordern keine Organisation durch die Firma.

 

Jeder Senior Editor benötigt eine Liste mit den Email-Adressen, die zur Anmeldung bei Foldershare verwendet wurden, damit er diesen Personen Rechte zuweisen kann.

 

Mehr Power durch mehr Teilnehmer

Da Foldershare nicht nur von der Originalquelle die Dateien bezieht, verteilt sich die Netzwerklast auf alle Rechner, die bereits mit der jeweiligen Datei versorgt sind. Fällt ein Rechner aus, so können die Files von jedem anderen Rechner geliefert werden. Die Teilnehmer müssen Dateien in ein anderes Verzeichnis kopieren, falls sie sicher sein wollen, dass diese nicht von einem Editor gelöscht werden können. Das Verschieben der Dateien muss unterbleiben, da Foldershare dies sofort merkt und die Dateien erneut lädt. Verschiebt oder löscht eine Inhaber, Editor oder Senior Editor eine Datei, so verschwindet sie auf allen anderen Rechnern aus dem Ordner. Disziplin und Organisation sind unentbehrlich für die Funktion.

 

Anwendungsbeispiele
Business-Anwender

Es ist ein Irrtum die Anwender von Filesharing grundsätzlich in die Ecke des Illegalen zu stellen. Gerade so innovative und einfache Lösungen wie Foldershare belegen die Nutzbarkeit für Firmen. Legt man eine Datei in den Ordner der Abteilung oder Firma, so repliziert sich der Ordnerinhalt auf alle Teilnehmer des Netzwerk. Bedingung ist dabei natürlich, dass die Automatik eingeschaltet ist. Handelt es sich z.B. um einen Brief, so wird dieser erneut verteilt, falls ein Teilnehmer eine Änderung vorgenommen hat. Administratoren werden es zu schätzen wissen, wenn firmeninterne Memos nicht ständig verteilt werden müssen. So benutzt jeder die aktuellen Formulare und viele Leute können an einem Projekt arbeiten. Selbst mobile User haben immer die aktuellen Infos, Prospekte und Angebote auf ihrem Notebook. Die Möglichkeiten ähneln denen von Lotus Notes ohne dessen Komplexität zu haben.

 

Formulare und Preislisten

In Firmen legt man einen Ordner Formulare an und gibt den Mitarbeitern Leserechte. Vom Urlaubsantrag bis zur Spesenabrechnung wird alles hinterlegt, was Mitarbeiter regelmäßig benötigen. Änderungen können nur vom Berechtigten durchgeführt werden. Für das Marketing legt man einen Ordner mit Preislisten, Prospekten und Demos an.

 

Favoriten

Wer mit mehreren Rechnern arbeitet kennt das Problem. Eine interessante Website wird in die Favoriten aufgenommen. Falls man diesen Bookmark aufrufen will, ist es notwendig, dass man dies auf dem gleichen Rechner erledigt, da die anderen Rechner diesen Bookmark ja nicht kennen. Das Exportieren aus dem Internet Explorer ist lästig und sorgt auch nicht für das Löschen ungültiger oder veralteter Einmerker. Mit Foldershare legt man einen neuen Ordner an, der mit den Favoriten des Benutzers übereinstimmt. Normalerweise ist das „C:\Dokumente und Einstellungen\Username\Favoriten“. Auf allen anderen Rechnern erscheint automatisch das Foldershare-Connect-Fenster, falls man überall mit den gleichen Logindaten angemeldet ist. Beim Verbinden ist die Automatik einzuschalten. Der Abgleich erfolgt sofort. Für den Fall, dass man auch mit Freunden oder Kollegen synchronisieren will, so muss diesen natürlich auch eine Berechtigung eingeräumt werden. Bei Favoriten empfiehlt sich „Senior Editor“, da ja jeder auch ungültige Links löschen können sollte.

 

Dokumente

Wie bei der Lösung für Favoriten wird hier der Ordner „Eigene Dateien“ als Foldershare Ordner festgelegt. Eine Rechtevergabe ist nicht sinnvoll, da es sich hier normalerweise um sehr private Dokumente handelt. Der Zweck ist der Abgleich von Dokumenten zwischen Firmenrechner und Privatrechner. Bei Abwesenheit können Dokumente so auch von einem Internetcafe aus genutzt werden. Eine Variante ist die Freigabe des Ordners „Gemeinsame Dokumente“. Da es sich hierbei normalerweise um nicht so vertrauliche Unterlagen handelt, kann man alle Kollegen oder Freunde einladen und ihnen passende Rechte zuordnen.

 

Outlook-Synchronisierung

Der Abgleich von Emails und Kontaktdaten wird von Foldershare zwar erledigt, doch es gibt einige Einschränkungen. Sehr große Outlook-PST Dateien benötigen über Internetverbindungen viel zu viel Zeit. Eine einzige Änderung führt zur vollständigen Übertragung des PST-Files. Das bedeutet häufig eine Dateigröße von mehreren hundert Megabyte. Wer Foldershare hier nutzen möchte, sollte ein zusätzliches kleines PST-File anlegen, in welchem nur der Posteingang, Kontakte und die wichtigsten Infos abgelegt werden. Bei Veränderungen wird dann nur das kleine PST-File übertragen. Für eine effektive Nutzung von Replikation sollte man Lotus Notes als Email-Client und Kollaboration-Software einsetzen, da dieses Produkt perfekt auf den Abgleich einzelner Datensätze ausgelegt ist. Bei Outlook ergibt sich noch ein zweites Problem. Ist auf einem der Rechner Outlook gestartet, so sind die Files gesperrt und können nicht kopiert werden. Will man nach dem Abgleich Outlook starten, so ist zuerst Foldershare zu schließen, da sonst Foldershare die Dateien für Outlook sperrt.

 

Fazit

Es gibt kaum einen Computerbesitzer, der nicht von Foldershare profitieren könnte. Die Installation der Software dauert keine Minute. Der Rechner wird kaum merkbar belastet. Lediglich die Registrierung der Nutzer erfordert das Ausfüllen einiger Felder. Die Software ist selbsterklärend und auch für Anfänger keine Herausforderung. Einziger Nachteil ist die notwendige Disziplin beim Umgang mit den Dateien. Es kostet übrigens nichts.

 

www.foldershare.com

 



Letzte Änderung:  19:42 07/02 2004

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