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Fernsehsendungen auf DVD brennen II
Final Cut

Oft bemerkt man erst am Ende verbliebene Schnittfehler oder überflüssige Teile. Die aufgetrennten Streams lassen sich mit Vidomi jetzt leider nicht mehr schneiden. Ein weiteres Programm kommt zum Einsatz, welches am Anfang leider nicht verwendet werden konnte, da es mit Programmstreams nichts anfangen konnte: MPEG2Schnitt.

 

Der Videostream wird geöffnet und der Audiostream lädt bei gleichem Namen automatisch nach. Mpeg2Schnitt prüft die Dateien und nimmt sie in seine Fileliste auf. Zum Schneiden sucht man sich geeignete Schnittpunkte und markiert diese mit dem "In" und "Out" Button auf der rechten Seite. Diese werden nur an geeigneten Stellen aktiv. Man lernt schnell, dass es verhältnismäßig wenige In-Punkte gibt. Das liegt am Charakter von MPEG mit seinen Keyframes. Schnitte zwischen den Keyframes würden das erneute Rendern des gesamten Films erfordern, was zu stundenlangem Warten führen würde.

Ist der Schnitt festgelegt und der dunkle Balken zeigt den Schnittbereich an, so wird dieser Schnitt mit "Neu" in die Schnittliste aufgenommen. Es können mehrere Schnitte definiert werden. Diese dürfen sogar auf verschiedenen Filmen liegen. Am Ende erzeugt Mpeg2Schnitt einen zusammenhängenden Film. Leider fehlt eine Funktion zum Umsortieren der Schnittliste. Man sollte sich also bereits frühzeitig überlegen, wie man die Teile zusammen schneiden will.

In diesem Stadium ist Mpeg2Schnitt auch als Player wichtig, da DVD-Player oder Mediaplayer immer nur einen Stream wiedergeben können. Das bedeutet sie müssten entweder auf den Ton oder das Bild verzichten.

Multiplexen oder Brennen ?

Mit DVD-Lab kann man sehr schnell eine Vieo-CD oder eine DVD aus den getrennten Streams berechnen lassen. Sogar für die Menüerstellung sind einfache grafische Tools vorhanden, so dass auch Anfänger gut damit klar kommen. Weniger erfreulich ist dabei ein Fehler bei den DVD-Menüs, der zu unvorhersehbarem Verhalten bei dichter Platzierung führt. Die fertigen DVD-Files sollte man vor dem Brennen unbedingt testen.

Ein weiterer Schwachpunkt ist die Intoleranz von DVD-Lab gegenüber fehlerhaften oder nicht normgerechten Streams. Dies fällt aber nicht auf, falls man den Weg über ProjectX geht.

DVD-LAB streikt auch bei unterschiedlichen Seitenverhältnissen. Alle Filme einer DVD sollten daher immer das gleiche Verhältnis haben. Gelegentlich gibt es Schwierigkeiten beim Berechnen der DVD. Die Verwendung der alternativen Engine hilft meistens. Leider ist diese wesentlich langsamer.

Wer die Filme nicht brennen will, der kann mit den Daemon Tools das erzeugte DVD-Image mounten und mit einem beliebigen DVD-Player abspielen. Für das direkte Betrachten im Windows Mediaplayer oder einem anderen Player müßte man die Streams ansonsten wieder multiplexen. Leider habe ich keine guten Multiplexer zur Hand, den ich empfehlen könnte.

SVCD zu DVD

Wer lieber eine DVD mit 2 Filmen und Menü sein eigen nennt, statt Diskjockey mit 5-6 SVCDs zu spielen, muss nur die MPEG-Files der CD-Images durch die beschriebenen Programme jagen. Es macht keinen Unterschied zur Produktion einer DVD von einem Sat-Stream.

Fazit

Die Sender strahlen ihre Programm in ähnlich guter Qualität wie bei der DVD aus. Leider schaffen es die Hersteller der SAT-Karten nicht, dass sie ein komplettes Programm anbieten, das es auch Anfängern erlaubt schnell und einfache die Aufnahme auf DVD zu brennen. Obwohl sie über alle benötigten Programmteile verfügen, bieten noch immer keine Firma ein anwenderfreundliches System an. Pro Minute Film wird mindestens ein Minute Nachbearbeitungszeit benötigt. Das beinhaltet aber noch keine umfangreichen Schnitte, Menüs oder Effekte.

Nach vielen produzierten DVDs bin ich zum Ergebnis gekommen, dass ich mit dem getriebenen Aufwand mir den Film auch im Laden kaufen kann und dabei sogar noch Cover, Booklet und Label bekomme.

 

Sven Zuber





Letzte Änderung:  17:00 09/03 2005

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