| Unnötige Überwachung von Kindern |
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Mit www.trackyourkid.de sollen Eltern jederzeit den Standort ihrer Kinder feststellen können. Was der Staat und einige Hacker schon lange können, wird so jetzt jederman zugänglich gemacht.
Eine Blitzumfrage hat ergeben, dass die Mehrheit der Befragten sofort an die Überwachung des Lebenspartners dachten. Die Kinder kamen an 2. Stelle noch vor der Überwachung der Angestellten. Seit find a friend gibt es diese Form der Suche nach Standorten für alle Handy-Benutzer. Seit dieser Zeit werden bei den Providern komplette Roaming-Profile gespeichert. Es ist jederzeit möglich die letzte Spesenabrechnung zu verifizieren. Man stelle sich vor die Finanzämter gleichen die Reisekostenbelege mit dem Roamingprofil ab. Endlich wird jeder Deutsche zum Kriminellen.
Es gibt den Dienst für Insider schon lange. Eine Silent-SMS an ein beliebiges Handy schicken und man erhält die Standortinfo als SMS zurück. Die Kosten werden dabei dem Georteten aufgebürdet.
Neben der Verwendung von Handys und Notebooks zum Abhören kommt jetzt auch irgendwann das Mautsystem. Infrarot-Kameras erfassen die Autonummern und vervollständigen so die Roamingdaten der Handys. Unser Staat will ja schließlich wissen, wo wir sind und ob wir schwänzen! Das heißt bei Erwachsenen dann Schwarzarbeit, Steuerhinterziehung, Blaumachen oder Ehebruch.
Es ist schön zu sehen, dass unser Staat genauso viel Vertrauen in seine Bürger hat, wie Eltern in ihre Kinder. Blöd ist nur, dass fehlendes Vertrauen und viele Vorschriften beim erwachsen werden nicht hilfreich sind. Wir erziehen Kinder und Bürger mit Mißtrauen und Überwachung zu unselbstständigen Marionetten, die nur unter Druck und Kontrolle ihre Aufgaben erfüllen. Es wird zum Sport, dass man sich nicht erwischen läßt.
Radarwarner, Auslandskonten, Zweithandy, "Notlügen" und viele andere Dinge zeugen von fehlender Selbstständigkeit. Langsam fährt man, wenn man mit einer Radarfalle rechnet und nicht, weil ein Kindergarten in der Nähe ist. Die wissenschaftlichen Beweise belegen dies. Je weniger Schilder und Verbote es gibt, desto selbständiger werden die Menschen. Zu viele Verbote lassen sich auch nur noch punktuell überwachen. Dabei ist die konsequente Überwachung erste Bedingung für Regeln. Würde jeder 2. beim Schnellfahren erwischt, würde sich jeder an die Schilder halten.
Das Problem zeigt sich auch bei der Verbrechensbekämpfung. Abhörsichere Handys mit Verschlüsselung gehören bei der organisierten Kriminalität schon längst zum Standard. Die Maßnahmen des Staates nach StGB § 100a und TKÜV greifen so lediglich bei Normalbürgern und Kleinkriminellen.
Noch ein Wort zur Statistik: In Deutschland wird wesentlich öfter abgehört wie in Amerika und dem Rest der Welt. Dabei werden 97% der Abgehörten nach Ende der Maßnahme nicht informiert, wie es das Gesetz vorsieht. Die Reaktion der Regierung war einfach und logisch. Die Statistik wird abgeschafft.
Kämpft gegen den Überwachungsstaat und sabotiert seine Überwachungsmethoden. Die Erwähnung von Drogen, Mord und Steuerhinterziehung in jedem Telefongespräch führt zu einer Überlastung der Abhörer. Strafzettel sollte man immer erst nach Einspruch und maximaler Wartezeit zahlen, damit der Staat daran nichts verdient. Der Verwaltungsaufwand frißt die Einnahmen auf.
Erzieht Euere Kinder mit Liebe und viel Vertrauen, damit sie stark werden und selbstständig ihre Probleme lösen können. Die Nutzung von Abhörtechnik und Roamingdaten zeugen nur von der Unfähigkeit zur Erziehung. Wer Kindern nicht vertrauen kann, wird von seinen Kindern auch nur Lügen ernten. 
Letzte Änderung: 00:02 07/02 2005
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