| Neu Sparidee sorgt für Unmut bei den Flächenländern |
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Wer mit Bahn oder Auto zur Arbeit fährt, könnte mit 15 Cent für den Entfernungskilometer nicht einmal das Benzin oder ein Sparticket bezahlen. Da man aber nicht 15 Cent spart, sondern nur die Steuer darauf, geht es bei einem Durchschnittsverdiener um rund 2,5 Cent pro Einfachkilometer. Selbst mit den aktuellen Sätzen kann man kaum das Benzin bezahlen.
Bei der hohen Arbeitslosigkeit verlangt man von Arbeitnehmern Flexibilität und die Bereitschaft auch einen längeren Weg zur Arbeit in Kauf zu nehmen. Wer aber 500 € pro Monat vom Nettoverdienst für die Fahrtkosten abzweigen muss, der hat wenig Interesse an einer Firma in der Ferne. Da lebt man als Arbeitsloser besser. Wer beispielsweise 1500 € Arbeitslosengeld erhält, müßte bei 50 km Entfernung zum Arbeitsplatz mindestens 2000 € netto verdienen, damit er sein Einkommen als Arbeitsloser erreicht. Er kann auch nicht mehr einer Nebentätigkeit nachgehen, da er täglich mindestens 11 Stunden für Arbeit und Fahrtzeit benötigt.
Es verbleibt die Frage, warum man eine so lächerlich kleine Subvention nicht gleich streicht, da das Wohnen auf dem Land mehr Lebensqualität bietet und deutlich weniger kostet. Eine allgemeine Steuersenkung würde alle entlasten und erpart uns die Berechnung des Kilometergeldes in der Steuererklärung.
Widerstand kommt derzeit aus den Flächenländern unabhängig von der Parteizugehörigkeit. Es ist wohl mit einer Ablehnung durch den Bundesrat zu rechnen.
Klaus D. Minhardt 
Letzte Änderung: 02:08 20/10 2003
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